Mapping Studio

Das Mapping ist Customizing, kein Programm.

Zugriffspfade, Regelbaum und Quellen werden in einem Werkzeug gepflegt, nicht im Editor. Wer eine neue Quelle braucht, ändert eine Datei — er beantragt keinen Transport.


Vier Quellarten

Tabelle, Struktur, Text, Dokument.

Tabelle
Der Normalfall: Lesezugriff mit den Bedingungen des Pfades, zur Laufzeit aufgelöst.
Struktur
Die Daten kommen aus einem Baustein, etwa der SD-Fakturaausgabe. Der Sammler liest dann nicht, sondern übernimmt; interne Tabellen der Struktur werden über die Schlüssel verbunden, genau wie die Pfade es beschreiben.
Text
Langtexte aus MM und SD sowie Standardtexte sind Funktionsaufrufe. Das Mapping braucht Textobjekt, Text-ID, Textname und Sprache — der Name ist selten ein einzelnes Feld, sondern ein Muster aus Belegfeldern.
Dokument
Archivdokumente mit Objekt, Objektschlüssel, Dokumentart, Auswahl bei mehreren Treffern, Verwendung (Anhang im XML oder Beilage im PDF) und Grenzen für Größe und Anzahl.

Alle vier sind deklarativ beschrieben, und keine erzwingt kundenspezifischen Code.


Kundeneigene Felder

Ergänzen statt ersetzen.

Eigene Felder in Standardtabellen sind der Regelfall in Projekten, nicht die Ausnahme. Technisch liegen sie in Append-Strukturen, fachlich gehören sie in dieselbe Tabelle. Zwei Wege wären denkbar:

Vollständig ersetzen

Der Kunde exportiert die Tabelle komplett und legt die Datei in den Ordner. Nachteil: mehrere hundert Felder in der Auswahlliste, die mitgelieferte, auf E-Rechnungsbedarf kurierte Auswahl geht verloren, und Aktualisierungen der Bibliothek überschreiben sie.

Ergänzen — empfohlen

Eine zweite Datei zur selben Tabelle, die nur die zusätzlichen Felder enthält. Beim Laden werden sie auf die Basisdefinition gelegt und in der Oberfläche als kundeneigen markiert. Der Kunde pflegt nur seine Appends, die Basisbibliothek bleibt aktualisierbar.

Für den Sammler ändert sich dabei nichts — er liest ohnehin die Tabelle, nicht die Herkunft des Feldes. Und für Sie heißt es: kein User-Exit, kein Transport, keine Entwicklerberechtigung. Eine zusätzliche Quelle ist Customizing, kein Entwicklungsauftrag.


Das Werkzeug

Links der Katalog, in der Mitte das Feld, rechts die Quelle.

Ein Mapping ist kein Textdokument, das jemand abtippt. Es ist eine Arbeitsfläche mit drei Spalten: der EN-16931-Feldkatalog, das gerade bearbeitete Feld und die SAP-Quellen des Systems. Der Stand ist jederzeit ablesbar — wie viele Pflichtfelder belegt sind und welche noch offen sind.

Ein Mapping im Überblick. Links der Feldkatalog mit Status je BT-Nummer, in der Mitte Szenario, Kopfquelle und Auslöser — also welche Belege dieses Mapping überhaupt erzeugt —, rechts die eingelesenen SAP-Tabellen. Unten die offenen Pflichtfelder: eine Arbeitsliste, keine Fehlermeldung.

Ein Feld im Detail. BT-27, der Name des Verkäufers, entsteht hier aus zwei Teilen: ADRC-NAME1 und ADRC-NAME2, verkettet mit Leerzeichen. Jeder Teil zeigt den vollständigen Zugriffspfad — von BKPF über RBKP und LFA1 bis ADRC. Daneben stehen Konstante, Berechnung, Wenn/Dann und Fallunterscheidung als gleichwertige Alternativen. Der Pseudocode darunter ist das, was am Ende wirklich ausgeführt wird — lesbar, bevor irgendetwas erzeugt wird.


Grafisches Datenmodell

Die Liste zeigt die Schritte. Das Bild zeigt den Zusammenhang.

Zugriffspfade sind heute eine Liste von Schritten mit Bedingungen. Das ist genau, aber es zeigt den Zusammenhang nicht. Bei einem der größeren Mappings sind das zwei Dutzend Tabellen und knapp dreißig Pfade — wer verstehen will, wie sie zusammenhängen, muss sich das Bild im Kopf bauen.

Die Daten dafür sind vollständig vorhanden: Jeder Pfad kennt Ausgangspunkt, Zieltabelle und Verknüpfungsfelder. Es braucht keine neue Datenhaltung, nur eine zweite Darstellung derselben Information — Tabellen als Knoten, Pfade als Kanten, Kopfquelle hervorgehoben, Wiederholungen farblich abgesetzt.


Wie sieht das in Ihrem System aus?

Ihre Z-Tabellen und Z-Felder sind kein Sonderfall, sondern der Normalfall. Zeigen Sie mir eine Belegart, und ich zeige Ihnen das Mapping dazu.