SAP-Add-on · Belegarten und Mappings

Belegarten und Mappings: elf SAP-Belegarten, fertig zugeordnet

Jedes Mapping ist eine fertige Datei und kein Gerüst, das erst gefüllt werden muss. Alle elf Mappings haben denselben Anker, den gebuchten Beleg in BKPF, und führen von dort in das jeweilige Vorsystem: in den Vertrieb, in die Rechnungsprüfung, in die Finanzbuchhaltung oder in das Settlement Management.

  • Gutschriftsverfahren eingeschlossen

  • Rechnungskürzung aus MIRO

  • ECC und S/4HANA

Auf einen Blick

SD-Faktura und FB70 sind offen und im Mapping Studio zum Ausprobieren geladen. Die übrigen neun gehören zum Mapping-Paket, mit Wartung für neue Regelstände.


Im Mapping-Paket

Was abgerechnet wird, und woher die Daten kommen

Die elf Mappings
MappingAbgerechnet wirdWeg ins VorsystemRechnungsart
FI-SD-FAKTURAFaktura aus dem Vertrieb, einschließlich FakturaplanVBRK/VBRP, Konditionen aus KONV bzw. PRCD_ELEMENTS380, 381, 326, 875–877
FI-FB70Debitorenrechnung, direkt in FI erfasstkein Vorsystem, BSEG/BSET380, 381
FI-MRRLAutomatische WareneingangsabrechnungRBKP/RSEG389, 381
FI-MRNBNeubewertung nach PreisänderungRBKP/RSEG389, 381
FI-MRISAbrechnung eines MM-Rechnungsplans, etwa Miete, Leasing, WartungRBKP/RSEG, Zeitraum aus FPLT389, 381
FI-MIROManuell erfasste Gutschrift in der RechnungsprüfungRBKP/RSEG389, 381
FI-MIRO-RKRechnungskürzung: die Kürzungsgutschrift über die Differenz zur LieferantenrechnungRBKP/RSEG, Bezug auf die Rechnung des Lieferanten261
FI-MRKOKonsignations- und Pipeline-Abrechnungkein MM-Beleg, RKWA389, 381
FI-FB60Gutschrift an Lieferanten, direkt in FI erfasstkein Vorsystem, BSEG/BSET389, 381
FI-CCS-KUNDEAbrechnung an Kunden aus dem Settlement Management, etwa ein BonusWBRK/WBRP381, 380
FI-CCS-LIEFERANTAbrechnung mit Lieferanten aus dem Settlement ManagementWBRK/WBRP381, 389

Die Rechnungsart ist der Code nach der Norm, zum Beispiel 380 für eine Rechnung, 381 für eine Gutschrift und 389 für eine Gutschrift im Gutschriftsverfahren. Welcher Code im Einzelfall gilt, entscheidet eine Wertetabelle auf dem Verarbeitungsserver.


In jedem Mapping

Was die Mappings schon mitbringen

  • Gutschriftsverfahren

    Bei MRRL, MRNB und je nach Belegart auch bei MIRO, FB60 und FB70 erstellt der Käufer die Rechnung. Die Rollen von Verkäufer und Käufer drehen sich um, und das Mapping bringt diese Unterscheidung mit.

  • Sprache des Empfängers

    Artikeltexte, Befreiungsgründe und Kontentexte werden in der Sprache gelesen, die beim Debitor oder Kreditor hinterlegt ist, und nicht in der Anmeldesprache.

  • Rechnungsart

    Die Rechnungsart steht in keinem SAP-Feld. Eine Wertetabelle leitet sie im Vertrieb aus Vertriebsbelegtyp, Fakturatyp und Fakturaart ab, bei den übrigen Belegen aus Belegart, Transaktion oder Abrechnungsart.

  • Steuer

    Das Steuerkennzeichen wird über eine Wertetabelle auf Steuerkategorie und Befreiungsgrund umgesetzt.

  • Zahlweg, Bankverbindung und Mandat

    Der SAP-Zahlweg wird über eine Wertetabelle in die Zahlungsart der Rechnung übersetzt. Die Bankverbindung kommt aus dem Beleg, sonst aus dem Empfängerprofil; bei Lastschrift kommt das gültige SEPA-Mandat dazu.

  • Kennungen mit Schema

    GLN, Leitweg-ID, Peppol-Kennung und Umsatzsteuer-ID werden mit ihrem Schema übergeben, so wie die Norm es verlangt.

  • Konditionen

    Ob eine Position einzeln oder nur als Summe erscheint, welche Konditionen zusammengefasst werden und ob Unterpositionen verdichtet werden, legen Wertetabellen je Verkaufsorganisation, Fakturaart und Kalkulationsschema fest.

Was Sie davon haben: Die Sonderfälle, an denen Eigenentwicklungen meist scheitern, sind schon gelöst. Sie ordnen die Mappings Ihren Buchungskreisen zu, statt sie zu programmieren.


Rechnungskürzung

Wenn der Lieferant zu viel berechnet

Berechnet ein Lieferant mehr als vereinbart, wird die Rechnung in MIRO mit Kürzung erfasst. SAP bucht dann zwei Belege: die Rechnung in der Höhe, die der Lieferant verlangt, und eine Kürzungsgutschrift über die Differenz. Bisher erfährt der Lieferant davon nur durch ein Reklamationsschreiben.

Was hinausgeht

Die Kürzungsgutschrift als strukturierter Beleg mit der Rechnungsart 261. Sie verweist auf die Rechnung des Lieferanten und nennt je Position, was gekürzt wurde.

Was nicht hinausgeht

Die Rechnung selbst. Sie ist eine Eingangsrechnung des Lieferanten; die Zuordnung unterscheidet sie über die Belegart der Kürzungsgutschrift.

Umsatzsteuerlich

Die Kürzung ist keine Gutschrift im Sinne von § 14 UStG, sondern eine Reklamation des Käufers. Der strukturierte Beleg ersetzt das Reklamationsschreiben, nicht eine Rechnung.

Das Mapping für die Rechnungskürzung wird in den ersten Projekten an echten Belegen fertiggestellt.


Ihre Belegart fehlt?

Ein eigenes Mapping ist eine Datei und kein Entwicklungsprojekt. Sie bauen es im Mapping Studio selbst, oder wir erstellen es, in der Regel in drei bis fünf Tagen je Belegart.